Dienstag, 6. September 2011

Bangchui Beach

Sonntag war unser erster Strandtag! Mit dem Taxi ging es für 35 RMB zu einem recht schön gelegenen Kiesstrand. Zum Liegen ist der Kiesstrand ganz ok, aber darauf laufen ist die Hölle. Meine armen FlipFlops sind ganz schön mitgenommen. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein haben wir den ganzen Tag schön faul rumgelegen. Steffen und ich sind noch einen kleinen Hügel raufgelaufen und haben den größten Käfer aller Zeiten gesehen. Das war echt ein Monster.
Chinesen stehen übrigens total auf Hochzeitsfotos. Am Strand waren mindestens 15 Bräute unterwegs um kitischige Fotos zu machen. In einer Ecke wurden sie alle nochmal schön gestylt und angezoegen und dann geht’s los mit dem Fotoshooting. Es gibt mehrere Stationen die abgeklappert werden; am Ende haben also alle mehr oder weniger die gleichen Fotos.
Thorsten hat sich auch noch eine sehr schicke (sehr enge) chinesische Badehose und Badeschlappen von „Poma“ gekauft. Der „Puma“ sieht auch eher aus wie ein Eichhörnchen. Er  war auch der Meinung, die Sonne hier wäre nicht so stark und hat dafür jetzt den Sonnenbrand seines Lebens. Die Chinesen sind da schlauer. Die bauen sich Zelte (also wirklich so Zelte wie wir sie zum Zelten nutzen) am Strand auf, setzen sich rein, machen das Fliegennetz zu und essen. Oder schlafen. Irgendwie ziemlich sinnlos, weil mein weder was von der frischen Meeresluft hat (will nicht wissen wie stickig es bei der Hitze hier und 5 Chinesen in einem Zelt wird) noch von der Sonne. Aber man darf hier ja auch nicht braun werden. Die haben alle immer brav Sonnenschirme (bei uns als Regenschirm bekannt) dabei. Auch in der Stadt. Und schwimmen können die meisten auch nicht. Erwachsene haben aber kein Problem damit mit Schwimmflügeln und Schwimmreifen ins Wasser zu gehen. Badekappe und Taucherbrille dürfen natürlich auch nicht fehlen. Noch ein Handtuch gegen die Sonne über die Schultern und schon ist der Chinese bereit zum Plantschen.
Der Rückweg war natürlich wieder reine Abzocke….aber ich hoffe wir lernen das Handeln noch. Hinfahrt 35RMB, zurück 120RMB und das war schon von 150 runtergehandelt. Immer noch besser als laufen;-) Abends sind wir zur Uni gefahren bzw in die Gegend, weil es dort viele kleinere chinesische Restaurants gibt. Das Problem daran ist, dass dort nichts auf Englisch steht und auch keiner Englisch kann. Hätten wir nicht zufällug zwei unserer Buddys getroffen, wären wir wohl verhungert. Sie haben aber dann netterweise für uns bestellt. 8x16 Jiautze (gefüllte Teigtaschen) und ncoh 4 andere Gerichte zum Probieren. War ganz lustig, weil von uns niemand wusste was sie bestellt hatten. Es war dann ein Kartoffelbrei, Seetangsalat, Pilze (wobei wir uns da nicht sicher sind) und Schnecken (die ich beim Probieren doch lieber umgangen habe….) Haben ca die Hälfte geschafft und mit 8 Personen ca 25 Euro mit Getränken bezahlt. Ein fairer Preis;-)  



Montag, 5. September 2011

Hot Pot


Die Party am Samstag mit unseren Buddys war natürlich keine Party. Die Chinesen kamen erst mal zu spät, hatten aber dafür einen sehr netten Österreicher dabei, der neben Deutsch auch fließend Chinesisch kann. Denke er wird uns noch öfters eine große Hilfe sein. Dank ihm habe ich auch endlich Sekundenkleber gefunden. Sind dann zum Meer gelaufen, wo ein großer Platz ist der aussieht wie ein aufgeschlagenes Buch. Also eigentlich sieht er nicht so aus, aber er soll so aussehen. Man kann die Seiten noch rauflaufen. Ist eher wie eine Halfpipe und auch mindestens genauso rutschig.
Da die Chinesen auch nicht so recht wussten was wir machen sollen und wir auch noch keine Ahnung hatten was wir so brauchen oder sehen wollen, sind wir erst mal Essen gegangen. Unser erstes „Hot Pot“ Essen. Das ist die chinesische Variante vom Fondue. Jeder bekommt einen eigenen Hot Pot mit einer Suppe drin und wirft dann alles Mögliche rein. Da ein Mädchen kein Schwein essen darf, gab es Schaf und Hammelfleisch. Hammel hab ich irgendwie verpasst, war aber wohl auch nicht so gut. Es gab auch noch Nudeln, Gemüse, Salat, Pilze, Tofu etc. Alles reinwerfen, bisschen umrühren und dann geht der Spaß richtig los. Aus irgendeinem Grund waren ausgerechnet in dem Laden die Stäbchen am schlechtesten. Das heißt aus Plastik und total rutschig. Absolut nicht dafür geeignet Nudeln aus einer Suppe zu fischen. Und da sie Suppe ja kocht, ist es auch keine gute Idee wie sonst einfach möglichst nah an den Teller zu gehen und die Nudeln geradeso in den Mund zu heben…hab ich natürlich gemacht. Die verdampfende Suppe brennt ganz schön in den Augen. Beim Fleisch geht’s und beim Gemüse, aber an den Nudeln müssen wir noch üben. Wirklich zum Stattwerden ist das Ganze auch nicht, zumindest wenn man sein Essen nicht mehr aus dem Hot Pot rausbekommt. Aber es schmeckt gut und vielleicht klappt es beim nächsten Mal mit Holzstächen auch etwas besser. In China ist es auch keine Seltenheit, dass die Gäste im Restaurant ihre eigenen Getränke mitbringen. Wir waren verwundert und die Chinesen ebenfalls, als wir ihnen erklärt haben, dass die das in Deutschland besser nicht machen sollten. Man bekommt auch so gut wie immer eine Plastikflasche oder Dose beim Essen, Gläser gab‘s bisher nur ein Mal.
Die Chinesen geben sich auch wirklich sehr viel Mühe uns zu verstehen und uns zu helfen. Funktioniert nicht immer so gut (anstatt einer Sonnenbrille hätte ich beinahe Sonnencreme bekommen), aber es ist schon super wenigstens ein paar Leute zu kennen, die die Sprache wirklich können und sich auch ein bisschen auskennen. Irgendwann wollen wir noch eine Bergtour mit ihnen machen. Weiß aber noch nicht wann, aber bis dahin muss ich endlich Schuhe finden!
Abends sind wir dann noch mal los um was zu Essen (Ja, wir essen hier sehr viel;-)) Sind zum ersten Mal mit der Tram gefahren, weil es mal wieder kaum Taxis gab. Fabian hat dann das Einkaufszentrum, wo wir eigentlich hinwollten mit einem anderen verwechselt. Wir sind dann an der dunkelsten Haltestelle, die wir finden konnten ausgestiegen, um dann festzustellen, dass er sich vertan hat. Naja, Saskia und Thorsten waren sich dann sicher, dass es zum anderen nicht so weit ist. Schätzungen lagen bei 15-20min bzw 500-1000m. Nach 2km haben wir dann doch ein Taxi genommen, das dann auch noch 3km gefahren ist. Sind dann zum KFC und da ich da eigentlich nie hingehe und mir über den Namen noch keine Gedanken gemacht habe, habe ich natürlich erst mal gefragt was für ein Fleisch auf dem Bürger ist. Naja, konnte es ja auch nicht lesen;-P Thorsten hat dann auch 15 min auf seinen Burger gewartet, um dann von einem Gemüseburger enttäuscht zu werden. Hätte er besser mal gefragt.

Freitag, 2. September 2011

Dalian


Gestern sind wir in Dalian angekommen. Der Flug war schon ein Abenteuer. Wir sind mit der chinesischen Variante von Ryanair geflogen. 15kg hat man frei, das Handgepäck wird auch gewogen. Ich hatte natürlich 25kg Übergepäck (Steff auch und Steffen immerhin 15kg) und hab meine Handtasche die locker 5kg gewogen hat versteckt;-) Hat dann 400 Yuan gekostet. War also noch ok, kein Vergleich zu den 54 Euro pro Kilo bei Emirates. Steffs Handgepäckkoffer war angeblich zu groß und sie musste ihn dann auch einchecken. So konnte sie dann zum Glück meine Handtasche noch nehmen, da man eigentlich nur ein Handgepäck haben darf. Allerdings hatte ich die ganze Zeit auch noch eine Zara Tüte dabei, Papiertüten zählen aber anscheinend nicht. Werd ich mir merken;-) Der Flug war ok, aber neben Chinesen zu sitzen ist kein Spaß. Der eine neben uns hat die ganze Zeit gerülpst, hinter uns hat eine mit ihrem Kaugummi geknatscht und einer geschnarcht. Der war dann noch so frech an meinem Sitz zu rütteln als ich am Schlafen war, weil ich ihn nach hinten gemacht hatte und es ihm zu eng wurde. Zum Glück hab ich ihn eh nicht verstanden und meinen Sitz so gelassen. Chinesen sind (entgegen der weitverbreiteten Meinung und auch ihrer eigenen Aussage) nicht besonders höflich oder hilfsbereit. Die wenigen
Aussicht aus meiner Wohnung
Ausnahmen die es gibt, sind dafür aber SEHR hilfsbereit. In China ist es außerdem Brauch im Flugzeug Lockerungsübungen zu machen. Bin dann wach geworden als alle im Takt geklatscht haben. Hab den besten Teil verschlafen, aber wir werden ja noch öfters fliegen.
In Dalian angekommen hat uns natürlich keiner abgeholt. Standen dann erst mal blöd da und haben dann irgendwann selbst ein Taxi genommen. Steven, der uns abholen wollte stand im Stau und hat dann dafür die zwei, die nach uns aus Bremen kamen abgeholt. Der Taxifahrer hat uns dann auch fast umgebracht. Es ist  über eine Bodenwelle gefahren und mit den Vorderreifen sind wir defintiv abgehoben. Ob hinten auch, weiß ich nicht. Ich war zu abgelenkt davon auf meinem Sitz sitzen zu bleiben. War auch die einzige die angeschnallt war. Ist hier ja angeblich eine Beleidigung gegen den Taxifahrer, aber nach der Fahrt werde ich mich auf jeden Fall weiterhin anschnallen (wenn es möglich ist).
Bei unseren Apartments angekommen wurden wir natürlich nicht empfangen, wusste ja keiner, dass wir kommen und die , die hier in der Eingangshalle sitzt gehört zu den extrem unhöflichen Chinesen. Sie hat da gesessen und ihr Buch gelesen als wir verzweifelt versucht haben rauszufinden ob wir überhaupt richtig sind. Haben dann gefragt ob sie Englisch kann und sie hat nur mit dem Kopf geschüttelt und dann weiter gelesen und uns vollkommen ignoriert. Man muss dazu sagen, dass die Eingangshalle nicht so groß ist und es in der Situation schon angebracht gewesen wäre, wenigstens einen kleinen Versuch zu unternehmen uns zu helfen. Aber es gibt ja zum Glück auch eine paar sehr hilfsbereite Chinesen. Eine Frau kam draußen vorbei und konnte ein bisschen Englisch. Sie hat der Empfangsdame dann unser Problem erklärt und für uns in dem Büro hier angerufen. Kurz danach kam dann auch endlich jemand. Die Empfangsdame wird aber jetzt wo wir einen Schlüssel haben auch schön ignoriert.
Haben dann unsere Wohnungen bekommen. Steff und ich im 13. Stock, Steffen im 11. Stock. Sind wirklich ganz schön und mit Aussicht aufs Meer, nur leider ziemlich dreckig.

Sind dann erst mal mit einem Taxi zum Walmart (nachdem wir den Supermarkt hier bei uns in der Nähe einfach nicht finden konnten) und haben massenhaft Putzzeug gekauft. Wollten dann auch noch Milch und Kelloggs kaufen. Nicht so einfach hier. Haben dann was gefunden, was aussah wie Müsli. Heute Morgen, als wir die Packung aufgemacht haben (in der Plastikverpackung war dann noch eine Plastikverpackung in der wiederum ganz viele kleine Plastikpackungen waren) mussten wir dann feststellen, dass die Anleitung mit dem heißen Wasser (Steffen hat sie leider erst zu Hause gesehen) ernst gemeint war. Es waren kleine Päckchen mit Haferflocken und Pulver drin. Habs dann lieber gelassen und meinen Orangensaft (für 1,60 EURO!!!) getrunken.
Aber zurück zu gestern Abend. Der Spaß war noch nicht vorbei. Haben uns abends mit Fabian (einer aus Bremen) getroffen, um Essen zu gehen. Sind dann einfach mal losgelaufen und haben aber nur sehr teure Restaurants gefunden. Das ist der Nachteil, wenn man in einem „Luxus-Viertel“ wohnt.  Dafür sind wir aber über die Proben für das „International Fashion Festival“ gestolpert. Auf dem Xinghai Square, den wir aus unseren Wohnungen auch sehen können, ist eine riesige Tribüne aufgebaut und mehrere hundert Chinesen haben gleichzeitig dort getanzt. Sah ganz cool aus und wir müssen jetzt unbedingt rausfinden, ob man da so hingehen kann oder Karten braucht.
Sind dann wieder mit einem Taxi ins Stadtzentrum. Sind dann aber dort in der Einkaufsstraße gelandet, wo es dann auch wieder nichts Vernünftiges gab. Dafür massenhaft tolle Läden, wo Steff und ich unser Geld lassen könnenJ Essen von einem der Straßenstände zu kaufen, haben wir uns bisher noch nicht getraut. Auch wenn ich es eigentlich nicht erzählen sollte, sind wir dann am Ende zu Pizza Hut….aber irgendwann reicht‘s dann mal mit der Suche. Heute Abend läuft das hoffentlich besser.
Heute morgen haben wir uns dann um 9Uhr mit allen getroffen. Wir sind 7 aus Mainz, 2 aus Bremen und eine aus Köln (eine Russin, die nicht so besonders gut Deutsch spricht, woanders wohnt, weil es ihr hier nicht schön genug war und auch sonst eher ihr eigenes Ding durchzieht). Wurden kann erstmal kommentarlos (da die meisten kein Englisch können, sagen sie meistens einfach nichts) zur Polizeistation geführt, wo wir uns erst mal anmelden mussten. Von dort gings dann zur Uni. Mal wieder planlos haben wir dann irgendwann auch die Anmeldung bzw das Büro von Steven gefunden. Er kann recht gut Englisch und ist unser Ansprechpartner hier. Er hat uns dann unseren Stundenplan gegeben. Montags haben wir frei, und wenn uns „Psychology of Success“ in Mainz anerkannt wird, dann haben wir auch freitags frei;-) (Können Kurse wählen und würden dann natürlich die von Di-Do wählen) Nächsten Dienstag geht’s also los mit der Uni und nachmittags machen wir dann mit unseren Buddys eine Stadttour.
Wurden dann in eine kleine Klasse mit 7-8Mädchen gebracht, die gerade Deutschunterricht hatten. Sie sind schon im dritten Jahr und können es schon ganz gut. Ab April sind sie dann in Mainz. Mit ihnen haben wir dann Handykarten gekauft (meine neue chinesische Nummer ist 15940857040)und sind was essen gegangen.  Steffens Essen war wie immer mega scharf und er hat auch maximal ein Drittel davon geschafft. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber bisher war fast alles was er bestellt hat total scharf. Ist mittlerweile schon ein Running Gag. Während dem Essen kamen dann auch unsere eigentlichen Buddys. Sie sind erst im zweiten Jahr und können daher deutlich schlechter Deutsch. Aber sie waren alle sehr nett. Wir treffen uns morgen um 10 noch mal zu einer Party. Da 10Uhr morgens gemeint ist, wissen wir nicht so genau was sie unter einer Party verstehen…. Keine Ahnung was wir dann machen;-)
Unsere zweite Einkaufsrunde heute Nachmittag war wenig erfolgreich. Ich habe weder Sekundenkleber, ein längeres Internetkabel noch eine Wäscheleine gefunden. Aber echte Kelloggs und endlich auch Bodylotion! Wollten dann mit vollgepackten Tüten mit einem Taxi wieder nach Hause. An der Stelle hatte ich meinen ersten Tiefpunk,t an dem ich alle Chinesen gehasst habe und am liebsten nach Hause wäre. Erst kam bei jedem Taxi von irgendwo her ein Chinese angeschossen und hat es uns weggeschnappt. Sind dann bisschen weiter gelaufen, um dann festzustellen, dass einfach keiner für uns anhalten wollte. (Viele waren auch besetzt, sieht man aber erst sehr spät, weil die Leute so klein sind), aber auch die leeren wollten uns nicht mitnehmen. Sind dann von einer Straße zur anderen und selbst an einem Taxistand wollte uns keiner mitnehmen. Hab dann versucht jemanden zu finden der Englisch kann, um rauszufinden, ob wir was falsch machen. Konnte natürlich keiner Englisch und dann dreht man sich einfach weg. Sehr nett. Als selbst der Polizist einfach nur mit dem Kopf geschüttelt hat und weggegangen ist hat uns ein sehr netter Mann auf Englisch angesprochen. Hab ihm dann das Problem erklärt. Er meinte es könnte daran liegen, dass wir Ausländer sind (wobei uns das bisher noch nicht einmal passiert ist) und hat uns dann in seinem Auto nach Hause gefahren! Waren ja zu viert und sein Auto war auch ziemlich neu (schien also ganz ok zu sein) . Es hat mir dann später seine Visitenkarte gegeben, falls wir noch mal Hilfe brauchen;-) Naja, von dem Stress hab ich mich mittlerweile erholt und hoffe einfach, dass das nicht öfters passiert. Wenigstens kann man laut fluchen, ohne dass man verstanden wird;-) Werden jetzt was essen gehen und ich hoffe wir finden heute was Chinesisches!

Shanghai World Finanical Center

Heute sind wir extra früh aufgestanden, also um 8;-) Sind dann gleich los zum SWFC, um bei nur leicht bewölktem Himmel die 492m hochzufahren. Der Turm war nicht so gut besucht (für uns ganz gut), was am Eintrittspreis liegen könnte. Die Aussicht war ok, wobei es bei  einigermaßen gutem Wetter trotzdem sehr diesig war. Das limitiert die Sicht dann leider doch gewaltig. Hat sich aber trotzdem gelohnt;-) Die Dächer hier in Shanghai sind auch farblich sortiert;-) Es gibt blaue, rote und grüne Viertel. Später nachmittags war das Wetter dann auch richtig gut, strahlend blauer Himmel. Ich hab schon die ganze Zeit gedacht, die Fotos auf den Postkarten hier wären Fotomontagen, weil wir bis heute überhaupt keinen blauen Himmel hatten;-) Aber es gibt ihn wirklich. Wären also besser heute Nachmittag auf den Turm, aber wie man‘s macht, macht man‘s falsch.
Danach sind wir mit dem Taxi zum Französischen Viertel. Zumindest denken wir das. Es war auf unserem Stadtplan leider nicht eingezeichnet. Es war aber vor allem eine Ansammlung sehr teurer Geschäfte, unter anderem ein Paulaner Brauhaus. Ein Weizen kostet auch nur knapp 8 Euro. Haben wir uns dann mal nicht gegönnt. Das Heineken auf unserer Dachterrasse kosten nämlich nur 2 Euro.
Zum Mittagessen waren wir in einem recht vollen Laden. Steff und ich haben unsere ersten Frühlingsrollen gegessen, gar nicht so einfach mit Stäbchen. Aber Steff hat eine tolle Methode entwickelt...das Stäbchen einfach durchstechen. Hab auch immer gedacht dasEessen hier wäre schon in mundgerechten Stückchen...ist aber nicht so. Auch die Chinesen selbst haben damit Probleme. Einer hat heute sehr mühsam versucht sein Stück Fleisch mit dem Löffel und den Stäbchen zu zerkleinern. Irgendjemand muss denen mal dringend Messer und Gabel vorstellen! Steffen hatte was ziemlich ekliges. Also die Nudeln waren ok und die Gurken, aber ein Kloß (keine Ahnung was es war) hatte die Konsitenz von Gummi und sah auch ziemlich unappetitlich aus....es hat sich leider keiner getraut es zu probieren, wir werden also nie erfahren was es war.
Sind dann noch durch ein paar Parks gelaufen. Einer davon lag definitiv neben einer Irrenanstalt oder so. Ein Typ hat die ganze Zeit beim Gehen die Beine sehr hoch zur Seite und dann noch Vorne geschwungen um einen Schritt zu machen und ein anderer ist ewig rückwärts gelaufen und hat dabei geklatscht. Hab natürlich Videos gemacht;-) Gibt’s dann vielleicht später, wenn’s klappt.
Haben auch einen tollen DVD-Laden gefunden und mal probeweise eine DVD (Super 8) mitgenommen, um sie auszuprobieren. Hat tatsächlich funktioniert. Und das für nur 80 Cent! In Dalian werden also schön ein paar DVDs gekauft;-) Gibt auch alles was eigentlich jetzt erst im Kino läuft. Natürlich alles original;-) (Wie alles hier) Und eine mega tolle King-of-Queens-Box in Busform. Die müssen wir in Dalian auch noch mal finden. Und morgen geht’s auch schon los nach Dalian!

Dienstag, 30. August 2011

Sightseeing-Tour II

Auf unserer zweiten Sightseeing Runde gings erst zum God City Temple und Yuyuan-Garten. Eine der Touristenfallen hier. Es gibt unzählige Geschäfte mit überteuerten Souvenirs (gemeinerweise stehen auch nirgends direkt ersichtlich die Preise und wenn man es erst mal in der Hand hat um nachzuschauen ist man schon verloren) Sind durch den Yuyuan-Garten, wobei es eher eine kleine Gebäudeansammlung mit kleinen Teichen, Felsen und Pflanzen ist. Aber ganz nett gemacht. Wurden dann gefragt ob wir ein Ticket haben, weil man dann einen Tee umsonst bekommt. Klar hatten wir ein Ticket, sonst wären wir ja auch nicht reingekommen, wie Steffen später sehr richtig festgestellt hat. Wurden dann zu einer kleinen Teeprobe eingeladen….wie eine Weinprobe nur mit Tee. Es gab einen Zettel, auf dem die Sorten draufstanden und wofür sie gut sind (z.B. gegen einen dicken Bauch oder Krebs) und eine nette Dame hat ihn dann für uns gebrüht. Nach dem zweiten Tee wurden wir „dezent“ darauf hingewiesen, dass man diesen seltenen, unglaublich tollen (wobei der erste wirklich lecker war) Tee kaufen kann. Für nur 200 Yuan gehört er dir. Da wir alle nicht so die Teetrinker sind um dafür schlappe 20 Euro auszugeben, sind wir dann lieber gegangen als die nächsten europäischen Touristen reinkamen, die schön in die „Es-gibt-Tee-umsonst“-Falle getappt sind.
Es folgte unsere erste Taxifahrt! Für 2,70 Euro sind wir einmal quer durch die Stadt zum Jade-Buddha-Tempel. Auf diesen Fahrten sieht man schon einige verrückte Dinge. Mopeds die mit Frischhaltefolie zusammengehalten werden oder Leute die auf dem Moped eine 5m lange Stange transportieren. Das Taxi nutzt auch jede Lücke im Verkehr. Anschnallen gilt als Beleidigung und damit man gar nicht erst in die Verlegenheit kommt, ist es in den meisten Taxis auch nicht möglich. Es scheint auch ein eher gefährlicher Beruf zu sein, da die Fahrer in einer kleinen Plexiglaskabine sitzen. Angekommen hat uns ein sehr netter Chinese erst mal die Tempelanlage erklärt und vor allem wo man fotografieren darf und wo nicht. Er hat uns dann aber noch weiter begleitet und natürlich direkt in die nächste Touristenfalle geschleppt. Ein Laden mit teuren Jade-Figuren die sich selbst „reiche“ Europäer nicht unbedingt leisten können. Wir sind dann noch mal entkommen und als eine nette Dame uns wieder zum Tee einladen wollte wussten wir es dies mal besser;-)
Weiter gings (wieder mit dem Taxi, nachdem es überraschend unkompliziert war) zum Bund Sightseeing-Tunnel. Haben ein Ticket für den Tunnel und das Shanghai World Financial Center gekauft. Der Tunnel war für knapp 6 Euro doch etwas unspektakulär. Aber Chinesen stehen sicher drauf. Man fährt mit einer Bahn unter dem Huangpu durch und alles ist beleuchtet und blinkt bzw es gibt verschiedene Themen, z.B. Meteoren und Magma. Vermutlich ist jede Geisterfahrt auf ner Kirmis besser, aber wir waren immerhin auf der anderen Seite vom Fluss angekommen. Haben uns dann ganz schlau gedacht, dass wir einfach erst gegen 18h auf den Turm gehen um die Stadt bei Tag und dann ab ca 19h wenn es dunkel wird auch bei Nacht sehen zu können. Als es dann endlich so weit war und wir in das Gebäude rein sind stand auf einer Tafel schon, dass die Sicht schlecht ist….netterweise wurde uns dann davon abgeraten trotzdem hochzufahren, da unser Ticket auch noch bis Oktober gilt. Werden morgen früh noch mal unser Glück versuchen. War auch gut so, wenig später hat es angefangen zu regnen und der Turm ist im Nebel bzw in Wolken verschwunden. Wäre gut angelegte 15 Euro gewesen….

Sightseeing-Tour

Unser erster Sightseeing-Tag war wider Erwarten sehr anstrengend, obwohl wir große Strecken mit dem Bus zurückgelegt haben. Vielleicht sind es aber auch einfach die Nachwehen der letzten Tage;-) Sind heute Morgen zum Hop-on-Hop-off Sightseeing Bus und haben uns für 3 Euro ein 24h Ticket gekauft. Ein fairer Preis. Man bekommt Kopfhörer und kann an seinem Sitz die Sprache einstellen. Es gibt zwei Routen, die wir beide gefahren sind. Dauert aber ziemlich lange, da der Verkehr hier generell eher langsam unterwegs ist. Haben aber recht viel von der Stadt gesehen und vor allem auch mal ein paar der Wohnviertel. Es gibt schon sehr extreme Unterschiede zwischen den armen und den reichen Chinesen….also mehr noch als bei uns. In den ärmeren Gegenden ist es ziemlich vermüllt und die Häuser bzw Wohungen sehen teilweise recht provisorisch zusammengeflickt aus.
Beim Fernsehturm (der pinke;-)) sind wir auch mal ausgestiegen, um ihn uns genauer anzuschauen. Bei solchen Touristenattraktionen sind die Preise leider kein Stück besser als bei uns. Daher haben wir uns ihn erst mal nur von unten angeschaut. Steffen war vom Aquarium daneben ganz begeistert, wir müssen also in den nächsten 4 Monaten noch irgendwo in ein AquariumJ Pfand gibt es hier übrigens doch nicht, aber Plastik wird trotzdem gesammelt und dann irgendwo hingebracht. Will nicht wissen wie wenig so eine Flasche wert ist, aber hab dann gestern einer Frau zwei geschenkt, die sie dann nicht aus dem Mülleimer in den andere dauernd reinspucken rausfischen musste. Man sieht auch öfters Leute die Müllsäcke nach allem aus Plastik durchwühlen. Ist noch mal eine Steigerung zu den Flaschensammlern bei uns.
Haben auch den ersten Mopedunfall gesehen. Bei den vielen Mopeds hier ein absolutes Wunder das nicht mehr passiert. War aber nicht so schlimm. Und im Gegensatz zu Deutschland ist sowas auch schnell geklärt. Wenn sich keiner ernsthaft verletzt (wobei wir gehört haben, dass man hier auch nicht hilft, weil die Leute Angst haben, dass sie nachher Schuld dran sind, an dem was passiert ist) hat und keine nennenswerte Schäden entstanden sind (das ist jetzt meine Vermutung…beide Mopeds konnten noch fahren und ein paar Kratzer mehr oder weniger macht hier auch nichts), entschuldigt man sich kurz und fährt dann weiter. Der andere kann sein Moped dann auch schön selbst wieder aufheben. Hat ja auch geregnet, da muss man schnell weiter kommen.
Abends haben wir dann noch das Restaurant hier neben dem Hostel ausprobiert. Dort ist im Boden eine Miniatur-Terrakotta-Armee eingelassen. Und das Essen war auch gut. Und zum Glück war das meiste auf Englisch übersetzt oder Bilder dabei. Hab ein paar Übersetzungen fotografiert, wird sie nächste Woche mal posten.

Sonntag, 28. August 2011

Steffen ist da

Heute war ein großer Tag: Steffen ist angekommen!  Vorher sind Steff und ich noch ca. 10km zu einem Shoppingcenter gelaufen, wo es auch ein Nike Factory Outlet gibt. Wollten uns die Nike Free Schuhe kaufen. Leider gab es da nur hässliche mit Neonfarbe(dafür für nur 45 Euro)….hab mir dann aber lieber bei 30 Grad eine schöne dicke Strickjacke mit Fellkapuze gekauft. Die war sooo schön und der Winter kommt bestimmt. Jetzt muss ich nur noch mehr Übergepäck bezahlen;-) Sind dann mit der Maglev, also der tollen Magnetbahn, zum Flughafen gefahren. War schon ganz cool, ist aber ein recht kurzer Spaß. Die 30km fährt die Bahn in 7 Minuten. Man fährt also nur ca 10 Sekunden lang die Höchstgeschwindigkeit von 431km/h, weil der Zug dann auch schon wieder abbremsen muss. Danach ist einem dann auch ein bisschen flau im Magen. Steffen haben wir dann zwischen den eine Millionen Menschen am Flughafen auch gut gefunden. Haben ihn dann schön mit seinem Koffer in die Maglev, dann in die Metro und dann über die halbe Fußgängerzone bis zum Hostel gescheucht;-) Danach sind wir nochmal zum Bund, um uns die Skyline mal bei Nacht anzuschauen. Auch wenn ich es mir gestern nicht hätte vorstellen können sind dort abends einfach noch mehr Menschen unterwegs! Allerdings wurden wir im Dunkeln wohl nicht so oft gesehen und viel weniger fotografiert. Zurück wollten wir dann in der Fußgängerzone eine kleine Bimmelbahn nehmen… haben dann gelernt, dass man sich hier wirklich nicht anstellt und wenn jemand (in dem Fall wir) vor einem steht, dann nimmt man halt schnell die andere Seite der Bahn um einzusteigen. Somit haben wir es dann erst in die dritte Bahn geschafft. Das Warten war es natürlich nicht wert…die Bahn ist zu weit gefahren, d. h. wir mussten dann den halben Weg wieder zurück laufen und wirklich gut gerochen hat es in der Bahn auch nicht.  Nächstes Mal also wieder zu Fuß bzw morgen mit dem Sightseeing Bus!